Der Malad River, der aus der
Vereinigung des Big und Little Wood River entsteht, ist
nur 12,5 Meilen lang. Die letzten 2,5 Meilen bilden die dramatische Canyonlandschaft der Malad Gorge, die dem State Park den Namen
gibt. Die über 70 m tief eingeschnittene Schlucht weitet sich zum
Snake River hin, in den der Malad River schließlich mündet.
Die Schlucht entstand durch eine Kombination aus vulkanischer
Aktivität und der Erosion im basalthaltigen Lavagestein. Insgesamt
sechs Aussichtspunkte geben einen Einblick in diese dramatische
Landschaft.
Obwohl
nur wenige Meter entfernt, konnte man vom Parkplatz aus den Canyonrand
nur erahnen. Doch beim ersten Aussichtspunkt, Devil‘s Washbowl
genannt, tost der Malad River wildschäumend durch eine enge
Felsspalte und stürzt über einen 20 m hohen Wasserfall in einen engen
Felspool (washbowl) herab. Von einer Fußgängerbrücke über die
hier 75 m tiefe Schlucht lässt sich die Felsspalte und der Wasserfall
besonders gut beobachten. Man kann fast erahnen, wie hier die Erosion
weiter rückwärts fortschreitet. Die weiteren Aussichtspunkte sind
jeweils mit dem Auto anzufahren. Der Malad Gorge Overlook bot
wohl den besten Ausblick in die Schlucht, weil man von hier den
Wasserfall und den Devil‘s Washbowl von einer tollen neuen
Perspektive überblicken konnte.
Warum allerdings die Bänke beim
Picknickplatz total unter Wasser standen, blieb mir ein Rätsel. Einige
junge Leute zogen dabei die Schuhe aus, wateten ins Wasser, setzten
sich auf die Bänke und ließen die Füße im Wasser baumeln. Bei einem
weiteren Aussichtspunkt konnte man erkennen, dass auch hier die Kraft
des Wassers für die Gewinnung von Elektrizität genutzt wird. Beim
nächsten Aussichtspunkt galt es Vorsicht walten zu lassen, denn tiefe
Risse im Basaltgestein zeigten, dass sich an dieser Stelle immer
wieder Gesteinsbrocken lösen und in die Tiefe stürzen. Das Ergebnis
lässt sich unterhalb der Wände sehen. Sehr vorsichtig bewegte ich mich
hier, um ein Foto der Risse zu machen. Ein Ausrutscher, und du bist
„weg vom Fenster".
Allmählich weitete sich die Schlucht
zum Tal des Snake River hin. Doch es folgte noch ein weiterer
Höhepunkt zum Schluss: Woody‘s Cove. Ein kurzer Weg führte zu
einer senkrechten Abbruchkante, über die ein kleines Rinnsaal in einen
weiteren Felspool stürzte. Im leicht dunstigen Hintergrund erkannte
man im Hagerman Valley den Snake River. Die gleiche Straße galt es nun
wieder flott zurückzufahren. Dieser Aufenthalt im Malad Gorge State Park
hat sich absolut gelohnt.
Erwähnenswert wäre noch, dass der Malad
Gorge State Park nur einer von mehreren Einheiten ist, die
zusammen den
Thousand Springs State Park
bilden. Über die Interstate 84 fuhr ich dann zurück
nach Twin Falls.